Hulda.

Hulda.

Das Huhn.

Hulda und der Weihnachtsdings

Administrator on Dec 01 2013

Hulda, nennen wir das Huhn einfach einmal so. Also Hulda hat ein neues Lieblingswort entdeckt: „Weihnachtsstress“. Und man glaubt gar nicht, was ein dummes Huhn so alles im Blindflug zu diesem Wort findet.

Einen Vortrag an der Uni Greifswald am 12.12.13. Dann eine philosophische Grundbehauptung, „dass Stress und Hektik zu Weihnachten gehören.“ Massagen gegen den Stress. Geschenkideen ohne Stress. Und dann eine ganze Seite mit Tipps gegen Weihnachtsstress: z.B. jeder kauft nur ein Geschenk und an Weihnachten werden untereinander die Geschenke verlost. Oder Geschenke schon unter dem Jahr kaufen. Oder Aufgaben verteilen. Oder auswärts essen. Oder Streit verschieben. Oder nicht alles müssen? Und vieles mehr!

Und dann machte Hulda die Entdeckung des Jahres. Das Wort Stress wird 2014 hundert Jahre alt. Deshalb der Stress mit dem Stress. Hr. Cannon hat das englische Wort erstmals 1914 verwandt. Daraufhin hat Hr. Selye den Begriff Stress mit dem Stressbegriff in der Werkstoffkunde (Veränderungen eines Materials durch äußere Krafteinwirkung) auf die menschliche Psyche übertragen.

Bis heute gibt es keine allgemein gültige Definition von Stress. Vielleicht gibt es den Stress gar nicht, denkt sich Hulda. Weil vor 1914 keiner Stress gekannt hat und bis heute keiner sagen kann, was Stress eigentlich ist.

Dennoch sind Folgen von Stress wissenschaftlich zu beobachten. Hulda reibt sich verwundert die Augen: Die Verdauung pausiert und das logische Denken setzt aus.

Hoppla, das wäre doch ein Ansatzpunkt. Nur, wie praktisch umsetzen? Also, überlegt Hulda, die Menschen machen sich vor Weihnachten Stress mit dem Einkaufen und haben dann eigentlich keinen Hunger, weil der Einkaufsstress die Verdauung lähmt. Und ebenso machen sich alle Stress mit den Geschenken, die dann eh wieder umgetauscht werden müssen, weil der Stress beim Kaufen das logische Denken aussetzen lässt.

Aber wenn man sich keinen Stress macht, dann funktioniert doch die Verdauung und wenn ich dann nichts eingekauft habe, müsste ich doch verhungern? Müsste man nicht, meinen Sie? Stimmt, sinniert Hulda, dann würden einfach die zusätzlichen Pfunde, die nach Weihnachten wieder Stress machen, gar nicht da sein. Und was machen wir mit den Geschenken? Vielleicht kennen Sie jemanden, der wirklich eine Zuwendung braucht und wir würden einfach spenden statt unnützes Zeugs kaufen.

Ist aber auch eine doofe Idee findet Hulda, weil Schenken doch so viel Freude macht. Vielleicht doch mehr Freude als Stress?

Ach ja und überhaupt, für Weihnachtsstress ist doch vom 25.Dezember bis 2. Februar noch genügend Zeit. Jetzt ist doch eh erst Advent. Macht auch Stress, meinen Sie? Aber bitte erst nächstes Jahr zum 100. Geburtstag.
Meint Hulda

(tw 12/2013)

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